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Durchfall oder Diarrhöe ist bei Kleinkindern ein heikles Thema. Völlig harmlose Erkrankungen können schnell in einem Krankenhausaufenthalt enden.
Ein sehr flüssiger Stuhl und mehr als 3 mal tägliche Stuhlentleerung kann bei einem Säugling oder Kleinkind sehr rasch zu großem Flüssigkeitsverlust führen. Damit verbunden auch ein Verlust an Mineralstoffen – Elektrolyten – und auch Energieverlust. Dieser Wasser- und Elektrolytverlust kann ohne entsprechende Behandlung innerhalb von Stunden zu Kreislaufkollaps, Bewusstseinseintrübung und Schock führen.

Akute / chronische Diarrhoe

Man unterscheidet generell zwischen akuter und chronischer Diarrhöe.Akuter Durchfall wird von Bakterien – Cholibakterien oder Salmonellen – oder Viren – Rotaviren – hervorgerufen.
Der Rotavirus ist gerade bei Kindern der häufigste Auslöser von massiven Durchfällen. Durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen wird nach ca. 12 Tagen ein schwerer Durchfall ausgelöst, der in der Regel auch von Übelkeit und Erbrechen begleitet wird.
Aber auch Durchfälle durch Cholibakterien kommen bei Kindern häufig vor. Besonders infektiös ist dabei der EHEC-Erreger
(Escherichia coli).
Diese Keime können sehr aggressive Toxine produzieren. Eine Behandlung ist gerade bei Kindern relativ schwierig.
Der Durchfall entsteht durch Besiedelung des Darms mit diesen Viren oder Bakterien, die mit Hilfe von Kohlehydraten als Haftmolekülen dort hängen bleiben. Dann werden bestimmte Gerbstoffe freigesetzt, die den Durchfall auslösen. Bei chronischen Durchfallerkrankungen bestehen bestimmte funktionelle Störungen des Darms.

Behandlung dieser bedrohlichen Erkrankung

Vorrangig in der Therapie ist die Substitution von Wasser und Elektrolyten. Verlieren die Kinder mehr als 5% des Körpergewichtes so ist eine stationäre Aufnahme nötig.
Man ergänzt die Elektrolyte am besten mit einer bereits vorgefertigten Mischung, die nur noch mit Wasser oder Tee ( Kamille oder Fenchel) gelöst und dann löffelweise kühl verabreicht wird. Oft werden aber auch Mischungen aus Wasser, Salz und Orangensaft verabreicht.

Ein gutes Hausmittel ist Karottensuppe

Durch langes Kochen werden aus den Karotten Oligosaccharide freigesetzt, die sich an der Oberfläche der pathogenen Keime anlagern und so die Bindung an der Darmschleimhaut erschweren. Auch fertige Karottenschleime können verabreicht werden.

Diarrhoesan® - ein bewährtes Mittel

Diarrhoesan® beinhaltet Apfelpektin, dass sich aufgrund seiner großen Oberfläche an die Giftstoffe bindet und an der Darmschleimhaut einen Schutzfilm bildet. Weiters wird die Peristaltik reguliert und Pektin zeigt eine antimikrobielle Wirkung. Zeigt sich eine Besserung des Krankheitsgeschehens können noch Bakterienpräparate zur Regeneration der Darmflora verabreicht werden um wieder eine normale Nahrungsaufnahme zu ermöglichen.
Die Hemmung der Peristaltik durch bestimmte Medikamente sollte nur nach gründlicher Abklärung des Durchfalls durch einen Arzt verabreicht werden.

Eine durch Mundpropaganda weitergereichte Weisheit

Cocacola und Soletti, ist auch eine Möglichkeit der Therapie. Cola beruhigt offensichtlich den Magen und durch die Salzgabe kann man den Verlust an Elektrolyten ausgleichen. Allerdings sollte man die Zuckermenge dieses Getränks beachten. Immer gut zu kombinieren sind homöopathische Medikamente. Je nach Durchfallart können Chamomilla, Colocynthis, Ferrum metallicum oder auch Okuobaka eingenommen werden.

Arzt / Krankenhaus

Sollten Babys allerdings länger als 6 Stunden und Kleinkinder länger als 12 Stunden unter Durchfall leiden suchen Sie bitte einen Arzt auf oder bringen Sie ihr Kind ins Krankenhaus. Teilen Sie dem Arzt auch immer mit wie der Stuhl gerochen hat, welche Farbe aufgefallen ist, oder ob Schleim, Blut oder Nahrungsbestandteile zu erkennen waren. Diese Informationen können wesentlich für die Diagnose sein.